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Seite 2 von 5 Iran in der islamischen Zeit
Die blitzschnelle arabische Expansion überwältigte die Sassaniden in nur zwei Schlachten. Die Provinzen am Kaspischen Meer, die durch das Elburs-Gebirge geschützt sind, entkamen zum Teil der arabischen Herrschaft, doch der Rest des Landes wurde in vier Provinzen unterteilt, von denen zwei dem Irak angegliedert wurden.
Nachdem der Zoroastrismus schließlich als monotheistische Offenbarungsreligion anerkannt worden war, stellte man die Perser den Schriftbesitzern gleich. Die neubekehrten Iraner wurden teilweise zu eifrigen Verteidigern des Islam. Auch später identifizierten sich die Perser mit der Familie des Propheten und wurden zunehmend zur Partei Alis, Schiat Ali.
Mit Hilfe der persischen Klienten und unter Berufung auf alidische Theorien stürzte der Agitator Abu Muslim, die Gunst eines Aufstandes im Nordosten nutzend, die Omaijaden und machte somit den Weg für die Abbasiden frei. In ihrer neuen Hauptstadt Bagdad waren die Abbasiden von Iranern, die die Verwaltungsposten innehatten, umgeben. Die Wesir-Dynastie der Barmakiden war persischen Ursprungs gewesen. Die sassanidischen Sitten und Gebräuche wurden vom Hof übernommen, bis sie sich bis zum Regierungsvorbild aller Dynastien des muslimischen Orients, Indien mit einbegriffen, entwickelten. Der Kalif stützte sich zunächst auf eine iranische Leibgarde aus der Provinz Chorasan, da er den Arabern misstraute.
Die Iraner übernahmen die arabische Sprache für die Religion an und spielten bei der Bildung der islamischen Hochkultur in allen Bereichen eine wichtige Rolle, da sie die arabisch-persische Elite des muslimischen Kaiserreiches bildeten.
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